Ganz persönlich,  Lifestyle

Der Sommer meines Lebens

In meinem Blogpost „Internetdating klappt doch eh nicht“ berichtete ich über meine ganz persönlichen Erfahrungen mit Tinder und Co. Ich erzählte dir, wie ich meinen jetzigen Partner kennen lernte und dass wir bereits nach vier Wochen gemeinsam als Familie in den Sommerurlaub fuhren. Heute möchte ich an diesem Punkt wieder ansetzen und dich an einer ganz besonderen Geschichte aus meinem Leben teilhaben lassen.

Jan und ich haben bei unserem ersten Treffen herausgefunden, dass wir nicht nur gleiche Interessen haben, sondern, dass uns auch eine Gegend in Deutschland verbindet. Meine Familie mütterlicherseits lebt seit 1990 im Hochsauerlandkreis (Nordrhein-Westfalen) und ich bezeichne das gerne als meine zweite Heimat, da ich jedes Jahr seit meiner Kindheit mindestens einmal dort bin und ein paar schöne Wochen verbringe. Jan wiederrum war ganz außer sich, als ich erzählte, dass ich dieses Jahr wieder meinen Sommerurlaub bei meiner Oma am Sorpesee verbringen werde, denn er selbst ist nur knapp 60 km entfernt aufgewachsen und erst während der Studienzeit nach Jena (Thüringen) gezogen. Meist ist es so, dass niemand weiß wo das ist, wenn ich davon erzähle und in diesem Fall konnten wir uns austauschen und waren erneut auf einer Wellenlänge.

Zwei Wochen nach unserem ersten Date beschlossen wir dann, dass wir gemeinsam den Sommer dort verbringen wollen und wir uns gegenseitig unserer Familie vorstellen. Die Aufregung war groß, als der Tag dann endlich da war und wir gemeinsam mit Nele im Zug Richtung Sauerland fuhren.

Wir verbrachten eine traumhafte Woche gemeinsam, er lernte meine Oma, ihren Mann und meinen Onkel samt Familie kennen und ich besuchte mit ihm seine Eltern und Geschwister. Es war so, als seien wir schon Jahre zusammen. Wir hatten sogar einen gemeinsamen Lieblingsort für uns entdeckt und verbrachten an der Sorpe viele Stunden. Das Wetter war auch während der gesamten Zeit ein Traum und ich konnte den ein oder anderen Sonnenbrand mit nach Hause nehmen.

In der zweiten Woche geschah dann etwas womit ich nicht gerechnet hatte. Am 24.07.2018 – ein Monat und zwei Tage nachdem wir uns kennengelernt haben – brachte Jan Nele nach einem aufregenden Tag ins Bett und erzählte noch ein bisschen mit ihr. Wir beide wollten Abends nochmal gemeinsam mit dem Auto um den Sorpesee fahren und ein bisschen spazieren gehen.

Also fuhr ich mit ihm – laute Musik im Auto hörend – nicht, wie geplant, an unsere Lieblingsstelle, sondern wollte Jan auch mal das andere Ende des Sees zeigen. Wir redeten und alberten rum – ich glaube an dem Abend hatte ich einen so schlimmen Lachflash, dass ich am nächsten Tag noch Muskelkater hatte.

Es war ein rundum gelungener Abend und zum Abschluss fuhren wir doch noch an den Sorpedamm, da wo wir so gerne waren, um im Mondschein das warme Wetter zu genießen. Wir hielten in der Mitte des Dammes an und genossen die Aussicht, als er mir erzählte, dass er mit Nele sein erstes ernstes Gespräch hatte. Natürlich wollte ich als Mama wissen, worum es denn ging.

Seine Stimme war etwas zittrig, als er anfing mir davon zu erzählen und ich hatte schon etwas Angst was denn da kommen könnte. Letztendlich waren meine Sorgen unbegründet, denn er wollte von Nele wissen, ob es für sie in Ordnung wäre, wenn er mir einen Ring schenken würde und mich bitten würde, ihn zu heiraten. Ich drehte mich erschrocken zu ihm um und da stand er vor mir mit einem Ring in der Hand und einem Lächeln im Gesicht. Er sagte mir, dass er sich noch nie so sicher in seinem Leben war und dass ihm egal ist, dass wir uns erst so kurz kennen. Ich war so sehr gerührt, dass er bei meiner Tochter um meine Hand angehalten hat, dass ich erst gar nicht reagieren konnte.

Nun sind wir seit knapp 10 Monaten verlobt und haben bereits einige Tiefschläge gemeinsam erlebt und ich habe diesen Schritt noch nicht einmal bereut. Es gibt in meinen Augen kein „zu früh“, sondern nur ein „zu spät“.

Wie ist deine Meinung dazu? Denkst du, dass wir es überstürzt haben? Oder erkennst du dich vielleicht in meiner Geschichte wieder? Erzähl mir davon, ich möchte auch etwas über dich erfahren.

In einem meiner nächsten Blogposts erzähle ich etwas über meinen Verlobungsring, denn der ist etwas ganz Besonderes.

Deine El Ef von ilovesunhine

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