Geprappel,  Gulasch im Kopf

Mehr Bücher lesen? Wie geht das?

Als ich mit diesem grandiosen Hobby anfing und auf Instgram immer mehr sogenannten Bookstagrammern folgte, war ich schockiert. Wie bitte schaffen sie es im Jahr 80, 90 oder sogar über 100 Bücher zu lesen? No Way! Das schaff ich nie, dachte ich mir nur. Ich setzte mir also ein Leseziel für 2020, dass in meinen Augen für mich gerade so schaffbar ist und war sehr zufrieden damit. Was soll ich sagen? Die 15 Bücher, die ich schaffen wollte, habe ich allein im Mai abhaken können. Seit Januar ist meine Bücheranzahl pro Monat stetig gewachsen und ich möchte dir ein paar Tipps an die Hand geben, wie auch du das schaffen kannst. Zunächst sieh aber erstmal selbst, wie sich meine Buchmonate gestaltet haben (durch Klicken auf das Bild, gelangst du zu dem passenden Beitrag):

Januar 2020

Startmonat als Bookstagrammer (wobei ich mich zu dem Zeitpunkt nicht so bezeichnet habe): Ich habe ein Buch gelesen!

Februar 2020

Im Februar habe ich bereits einen meiner folgenden Tipps angewandt und somit bereits fünf Bücher geschafft.

März 2020

Auch wieder ein Buch mehr als im Vormonat, aber wesentlich mehr Seiten. Und mein erstes Sonnenstrahlen Buch war auch dabei.

April 2020

Das erste Mal eine zweistellige Zahl. Ich habe ganze zehn Bücher gelesen und war stolz wie Oscar.

Mai
2020

Mein bisher erfolgreichster Monat und ich habe fast alle meine Tipps angewandt. Also es funktioniert wirklich.

Ich möchte an der Stelle aber auch noch betonen, dass es nicht darum geht unzählige Bücher durchzuprügeln und am Ende keines davon richtig genossen zu haben. Es soll schon was hängen bleiben und ob du nun 2, 5 oder 18 Bücher im Monat liest ist völlig egal. Du musst mit dir zufrieden sein und kein Anderer. Setze dir deine eigenen Ziele und sei dir Gewiss, dass dich niemand verurteilen wird.

1. Hab Spaß am Lesen

Das ist in meinen Augen das Wichtigste! Wenn dir nicht nach lesen ist und du im Augenblick keine Lust darauf hast, dann lass es. Es bringt dir nichts es nur halbherzig zu tun, denn dann liest du langsam, musst vielleicht ganze Absätze wiederholen, weil nichts hängen geblieben ist, oder du bist sogar so genervt, dass dir das Lesen im Allgemeinen keine Freude mehr bereitet und die Bücher im Regal nur noch Deko sind. Ablenkung tut gut, spiele zwischendurch ein Spiel, gucke eine Lieblingsserie oder sogar eine Buchverfilmung.

2. Lies Bücher, auf die du Lust hast

Es gibt so viele tolle Bücher und wenn man auf Bookstagram unterwegs ist, dann wird man von allen Seiten getriggert. Wenn man so ist wie ich (nämlich ein richtiges Coveropfer), dann kauft man ständig Bücher einfach weil sie schön sind und ist dann eventuell total abgeneigt von der Story. Lies also erstmal den Klappentext und wenn er dich anspricht, dann Action! Nichts ist frustrierender als ein Liebesroman, obwohl man gerade lieber in die Welt der Feen eintauchen will. Das kann am nächsten Tag schon wieder ganz anders aussehen. Mach es abhängig von deinem Gefühl für welches Buch du dich entscheidest.

3. Seiten überspringen ist völlig okay

Falls du aber doch ein Buch liest, auf das du entweder gar nicht so viel Lust hattest (weil es eventuell ein Rezensionsexemplar ist) oder es im Laufe der Story wie Kaugummi wird, dann darfst du auch mal quer lesen. Das heißt, du kannst Sätze nur überfliegen oder sogar ganze Abschnitte überspringen. Niemand wird es erfahren und vielleicht hat das Buch einfach nur mal einen schwachen Moment und drei Seiten später geht es wieder richtig voran. Glaube mir, es tut der Story in den meisten Fällen keinen Abbruch und du kommst schneller an dein Ziel.

4. Brich schlechte Bücher ab

Das ist etwas womit ich mich wirklich schwer getan habe. Ein absolutes No-Go – eigentlich! Doch sind wir mal ehrlich: Wem bringt es etwas, wenn du das Buch liest und liest und liest und nicht voran kommst, weil es in deinen Augen wirklich schlecht ist? Richtig! Niemandem! Ich habe im Februar 2020 diesen Fehler gemacht und beide Harry Potter Schulbücher gelesen, obwohl ich schon auf den ersten paar Seiten merkte, dass das eine absolute Katastrophe ist. Auch Tiere von Simon Beckett war in diesem Monat nicht gerade der Bringer. Würde ich so nicht mehr machen. Wenn es schlecht ist, dann ändert sich das auch nicht auf den letzten 200 Seiten. Es kann dir schließlich nicht jedes Buch gefallen. Du darfst übrigens auch über solche Erfahrungen Rezensionen schreiben, sie sollten natürlich trotzdem wohlwollend und fair sein. Bitte unbedingt auf Wortwahl achten, aber trotzdem ehrlich sein. Du wirst sehen, dass du oft nicht die einzige Person bist, die es so sieht.

5. Vermeide Ablenkungen während du liest

Mein Partner spielt gerne Videospiele und mag es, wenn ich bei ihm bin. Doch dabei lesen ist einfach nicht möglich. Also och es ist möglich, aber wirklich was von dem mitkriegen, was ich lese, ist eher schwierig. Manchmal lese ich dann fünfmal den den selben Satz und schlage dann das Buch zu. Ich habe mir Anfang des Jahres eine richtig schöne Leseecke eingerichtet und warte jetzt nur noch auf meinen Sessel. Dort herrscht eine ganz tolle Atmosphäre und ich kann mich auf mein Buch konzentrieren. Neben dem Fernseher können auch Musik und vor allem das Handy eine zu große Ablenkung darstellen. Also weg damit! Du wirst sehen, dass es gut tut, mal nicht dem Drang aufs Handy zu gucken nachzugeben.

6. Hab immer ein Buch dabei

Man glaubt manchmal nicht wie oft man am Tag einfach warten muss. Überfüllte Wartezimmer beim Arzt oder einem Amt, lange Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, stundenlange Staus auf der Autobahn, verspätete Züge, Freunde die einen warten lassen und und und. Es gibt so viele Möglichkeiten in denen man anstatt dem Handy einfach ein Buch zücken kann. Wirklich sinnvolle Dinge macht man in den Momenten auch nicht auf dem Handy, also ist eine schöne Story aus einem Buch für mich eine perfekte Alternative. Falls du Angst hast, dass dein schönes Buch in der Tasche geknickt wird, dann schau doch einfach mal nach einem schönen Booksleeve oder näh dir selbst eines.

7. Lies jeden Tag ein paar Seiten

Was ist für viele Menschen wichtig? Routine! Falls du auch dazu gehörst, dann bau das Lesen in deine tägliche Routine ein. Eine bestimmte Zeit festlegen, in der du dich definitiv hinsetzt und deine Nase in ein Buch steckst. Es müssen ja nicht immer 50-150 Seiten am Tag sein. 20 Seiten können auch reichen, denn was hat Oma früher schon gesagt? „Kleinvieh macht auch Mist!“ 

8. Der Quick-Tipp schlechthin: Lies dünne Bücher

Tatsächlich war das der Grund dafür, dass ich im Februar bereits fünf Bücher geschafft habe. Die zwei Harry Potter Schulbücher sind meine beiden dünnsten Bücher und ich habe sie wirklich noch ganz zum Schluss an den letzten drei Tagen des Monats gelesen. Falls es dir wirklich darum geht, viele Bücher zu lesen, dann ist das vermutlich die beste Methode. Natürlich klappt das nicht immer, aber für die dicken Bücher hast du ja noch neun andere Tipps.

9. Lies nicht allein

Ich habe im März meinen ersten Buddyread gehabt. Dabei handelt es sich um eine Art Leserunde, wo im Vorfeld (wenn das Buch feststeht) entschieden wird, wie viele Seiten pro Tag gelesen werden und dann wird sich über diesen Abschnitt ausgetauscht. Falls du ein Schnellleser bist und deine Buddys etwas langsamer sind, dann kannst du einfach nebenbei noch ein weiteres Buch lesen (zwei Tipps in einem). Tatsächlich macht das wahnsinnig viel Spaß und selbst, wenn das Buch schlecht ist, hast du immer noch die Anderen, die dich dazu anfeuern, weiter zu machen. Ich finde eh, dass der Austausch das Beste an einem Buddyread ist. Auch hier gilt aber Regel Nummer vier: Klink dich aus, falls das Buch wirklich nichts für dich ist.

10. Lass dir vorlesen

Häh? Was will sie jetzt von mir? Ich bin doch kein kleines Kind mehr! Ich meine natürlich nicht, dass du dich ins Bett legen sollst und Mutti setzt sich daneben und liest dir eine Geschichte vor. Die Rede ist von Hörbüchern. Mittlerweile gibt es so viele Bücher, die vertont wurden, du wirst also auf alle Fälle das ein oder andere Buch finden, das dir gefällt. Du kannst auch ein und das selbe Buch teilweise lesen und hören. Du musst die Wohnung putzen, aber willst wissen wie es weitergeht? Schau auf Spotify, Deezer, Nextory, Audible oder den unzähligen anderen Plattformen, ob es dein Buch gibt. In manchen Apps kannst du sogar die Lesegeschwindigkeit einstellen und wenn du kein Problem damit hast, dass man kaum noch Punkt und Komma hört, dann geht es noch schneller. Das ist momentan meine absolute Geheimwaffe. Wirklich immer, wenn ich gerade nicht lesen kann, weil ich kochen, putzen oder arbeiten muss, habe ich die Kopfhörer im Ohr und lausche einem Hörbuch. Übrigens fand ich die Hörbücher von „Die Tribute von Panem“ grandios, weil die deutsche Synchronsprecherin von Jennifer Lawrence die Bücher gelesen hat.

Geheimtipp

Nun hast du alle meine Tipps kennengelernt und wenn du sie anwendest kannst auch du dich am Ende des Jahres über einen Bücherstapel gelesener Werke freuen, der so groß ist wie du selbst. Ich habe für mich selbst noch einen kleinen Geheimtipp entdeckt. Ich habe mir ein Dekoglas gekauft und schmeiße für jedes Buch von meinem SuB (Stapel ungelesener Bücher) einen Euro rein. Da kommt am Ende des Jahres sicher ein gutes Sümmchen zusammen. Zusätzlich habe ich noch ein Glas für Rezensionen: für jede Rezension, die ich auf meinem Blog und anderen Portalen veröffentliche, landet ebenfalls ein Euro darin, für Rezensionsexemplare gibt es sogar zwei Euro.

Hast du auch noch Tipps wie man schneller an einen großen Stapel gelesener Bücher kommt? Dann schreib es gerne in die Kommentare, damit alle etwas von deinem Wissen haben.

Deine El Ef von ilovesunshine

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