Dies und das

Mein erstes Shooting – Was mache ich hier eigentlich?

Am 30.12.2015 begann die wohl aufregendste Reise meines Lebens – neben dem Mama sein. Ich erinnere mich noch ganz genau an den Tag. Mein bester Freund und ich fuhren 9 Uhr in Jena los – auf nach Leipzig. Dort hatte ich meinen ersten Shootingtermin mit Alexander Sens vereinbart. Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass noch weitere Shootings mit ihm in den kommenden drei Jahren folgen werden.

Alex hatte eine Wohnung über Airbnb gebucht und eine befreundete Visagistin dazugeholt, um mit mir einen Shootingtag zu verbringen. Ich war so aufgeregt, mein Herz klopfte wie verrückt, als wir dann endlich ankamen. Mit meinem halben Kleiderschrank im Schlepptau betraten wir eine im Vintagestil eingerichtete Wohnung – ich habe mich direkt schockverliebt. Alexander und Constanze waren mir auf Anhieb sehr sympathisch und machten einen professionellen Eindruck. Wir unterhielten uns kurz und sprachen die Shootingbereiche ab, es war kein Problem, dass ich noch ein absoluter Anfänger war und mir die ganze Zeit nur eine Frage stellte: Was mache ich hier eigentlich?

Nachdem Constanze mich für das erste Set geschminkt hat, stieg ich in ein wunderschönes langes goldenes Kleid aus Alexanders Fundus und wir begannen mit den ersten Testbildern. Ich fühlte mich, als sei ich in einer anderen Welt – um mich rum Scheinwerfer und dann Alex mit seiner Kamera und ich mittendrin. Die Anspannung schwand mit jedem Bild, das er mir zeigte und ich wurde lockerer. Nach vielen gelungenen Bildern wechselten wir das Set – ein neuer Raum, ein neues Kleid und wieder unzählige schöne Bilder. Ich konnte mich gar nicht entscheiden, welche ich am besten fand. Ich fühlte mich zunehmend wohler und wollte garnicht mehr aufhören.

Du fragst dich jetzt vielleicht warum ich meinen besten Freund mitgenommen habe. Nunja, das Shooting wurde online ausgemacht (ohne dass ich den Fotografen vorher kannte) und ich wollte gerne eine Begleitperson mitnehmen, denn heutzutage kann man nicht vorsichtig genug sein. Die Sorgen, die ich mir im Vorfeld machte, waren aber völlig unbegründet. Zu Alex kann man ruhigen Gewissens auch beim ersten Shooting allein fahren. Tatsächlich war es aber sehr hilfreich, dass Matthias dabei war, denn wenn doch mal das Lachen einfror oder der Blick nicht zu 100% stimmte, dann hat ein kurzer Schwenker in seine Richtung gereicht und ich musste wieder grinsen und die Atmosphäre im Raum war wieder aufgelockert.

Letztendlich habe ich den Shootingbereich auch noch erweitert und wir haben mit einem neuen Style noch ein paar erotischere Bilder entstehen lassen. Das hat diesem Tag noch den letzten Schliff gegeben und wir sind nach sieben Stunden (!) total kaputt, aber dafür unglaublich glücklich zurück nach Jena gefahren.

Die Ergebnisse ließen nicht lange auf sich warten. Alexander hat nicht nur Freude am Fotografieren, sondern auch am Bearbeiten und das sieht man auch.

Ich habe mich getraut etwas Neues auszuprobieren und kann das jedem empfehlen. Wenn du schon immer mal etwas machen wolltest, aber aus irgendeinem Grund immer wieder zögerst, dann beiß die Zähne zusammen und mach es einfach – was soll denn passieren? Im schlimmsten Fall hast du einen Tag mit einer Sache verbracht, die dir keinen Spaß macht, aber dann weißt du es wenigstens und wirst dich nicht immer fragen: Was wäre wenn?

In diesem Sinne wünsche ich dir einen schönen Tag und hoffe, dass ich dir einen kleinen Schups in eine andere Richtung geben konnte.

Deine El Ef von ilovesunshine

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