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Tabuthema No° 1

Ich habe letzten Monat meinen 29. Geburtstag gefeiert und gehe nun stark auf die 30 zu. Ich finde es ab und zu mal ganz schmeichelnd, wenn ich beim Alkoholkauf nach dem Ausweis gefragt werde und auch, dass Neles Klassenkameraden ganz große Augen machen und ungläubig fragen: „Das ist deine Mama? Die ist aber noch jung!“, lässt mich immer einen inneren Freudensprung machen. Doch eine Sache möchte man mit fast 30 Jahren echt nicht mehr haben: Wenn ich mein Gesicht angucke, dann fühle ich mich immer noch wie ein Teenager in der Pubertät.

Die Pickel sprießen wie Unkraut aus der Erde

Lange Zeit habe ich mich dafür unglaublich geschämt. So sehr, dass ich nicht mal ohne Make-Up Müll runter gebracht habe. Mein Partner hat mich nie ohne die bekannte 1 cm dicke Schicht Schminke gesehen. Ich war genervt und habe es nicht verstanden, warum die Pickel einfach nicht weggingen.

Mittlerweile schminke ich mich nur noch selten und wenn dann auch nur wenig. Die Unreinheiten sind deswegen nicht weniger geworden, aber ich habe begriffen, dass es nicht das Wichtigste im Leben ist, eine perfekte Haut zu haben (oder zumindest den Anschein zu erwecken). 

Ich habe tatsächlich schon sehr viele Produkte probiert, mich fleißig belesen und auf die Empfehlungen anderer Blogger gehört. Doch im Endeffekt habe ich herausgefunden, dass meine Pickel vorwiegend hormonelle Gründe haben. In einem bestimmten Zeitraum meines Zyklus sprießen die Pickel wie Unkraut aus der Erde und ich kann nichts dagegen machen. Es ist wie Don Quijotes Kampf gegen die Windmühlen – sinnlos.

 

Also genieße ich die Zeit, in der es nicht so schlimm ist. Ich höre mir die tollen Komplimente meines Partners an und wenn ich doch mal richtig unglücklich mit meiner Haut auf Fotos bin, dann wird einfach ein bisschen „geschummelt“ – danke an all die tollen Bearbeitungstools.

Wir sollten trotzdem aufhören einem Schönheitsideal hinterher zu rennen, dass von den Anbietern der unzähligen Produkte in unsere Köpfe geimpft wurde. Wer sagt was schön ist? Wer bestimmt wie wir uns am wohlsten fühlen sollten? Wer hat das Sagen über unseren Körper und unsere angeblichen „Probleme“? Niemand außer wir selbst!

Also beneide nicht die perfekten Instagram-Schönheiten, schau in den Spiegel und sei zufrieden mit dir selbst.

Ich weiß auch, dass ich hier jetzt zwei verschiedene Ansichten geteilt habe. Zum einen solltest du dich so lieben wie du bist und zum anderen darfst du auch mal einen Filter drüber legen. Das ist doch aber ganz klar, denn Niemand fühlt sich jeden Tag gleich. Wir sind ja keine Maschinen. An dem einen Tag fühlt man sich mit seinen Pickeln, Narben und Mitessern eben weniger schön und am nächsten Tag ist es einem völlig egal – so sind wir Menschen. Das Wichtigste ist, dass du dich wohlfühlst und dich nicht versteckst. Steh zu dir so wie du bist!

In meinem Blogpost „Meine beste Version“ habe ich bereits über Problemstellen am eigenen Körper gesprochen. Wenn du den Beitrag noch nicht gelesen und oft mit negativen Gedanken über dich selbst zu kämpfen hast, solltest du dort auch noch vorbei schauen.

Deine El Ef von ilovesunshine

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